Widerruf des Finanzierungs- / Leasingvertrages

Für Verbraucher, die ihr Dieselfahrzeug über eine Autobank finanziert haben, gibt es eine widerrufsrecht Lösung, die wirtschaftlich sogar interessanter sein kann als die Rückabwicklung wegen Mangelhaftigkeit des PKW, Schadensersatzforderung oder Anfechtung wegen arglistiger Täuschung:
der Widerruf!

Voraussetzung des wirksamen Widerrufs ist, dass es sich bei dem Finanzierungsvertrag und Kaufvertrag um ein verbundenes Geschäft und damit um eine Einheit handelt. Diese liegt z.B. vor, wenn der PKW bei einem Autohändler gekauft wurde und dieser die Finanzierung des Kaufpreises ganz oder zum Teil vermittelt hat.

Außerdem muss die im Finanzierungsvertrag verwendete Widerrufsbelehrung fehlerhaft sein, d.h. sie genügt nicht den gesetzlichen Anforderungen. Aber auch fehlende Pflichtangaben in den Kreditbedingungen (AGB) können ein Widerrufsrecht ausüben. Ist dies der Fall, so hat die gesetzliche Widerrufsfrist nicht begonnen zu laufen, was bedeutet, dass auch noch Monate wenn nicht gar Jahre später der Finanzierungsvertrag widerrufen werden kann.

Beim wirksamen Widerruf muss die Autobank dem Betroffenen die Anzahlung und die von ihm bereits bezahlten Zins- und Tilgungsbeiträge zurückzahlen - im Gegenzug kann der PKW der Bank zur Übertragung angeboten werden.

Auch so kann der Dieselskandal-Geschädigte schadlos aus Kauf- und Finanzierungsvertrag kommen.

Unternehmer und Gewerbetreibende, die das Kraftfahrzeug überwiegend privat nutzen, sowie Leasingnehmer, haben ebenfalls in engen Grenzen ein Widerrufsrecht.

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